Markt Obernbreit

 
Lage

Der Markt Obernbreit liegt reizvoll im Tal des Breitbaches.

Obernbreit ist eine aufstrebende Gemeinde nahe des Mains im Breitbachtal. Der Breitbach durchfließt den Ort und mündet im Nachbarort Marktbreit in den Main. Ein Obernbreiter Künstler hat diesen Punkt im Nachbarort Marktbreit mit einer 7m hohen Plastik markiert ("Die Stecknadel"). Die Weinberge der Obernbreiter Kanzel beginnen am Ortsrand und sind Zeichen einer langjährigen Weinbautradition.

Im Altort erfreuen malerische Ansichten Einheimische wie Gäste. Die umliegende Flur bietet zu jeder Jahreszeit besondere Reize. Wanderwege führen durch Weinberge und entlang kleiner Bäche.

Zu unseren bekanntesten Veranstaltungen gehört das Weinfest "Romantik und Wein - Am historischen Rathaus" jeweils am ersten Wochenende im Juli.



Geschichte

Mit den Siedlungen aus der Bandkeramikerzeit (5000 v. Chr.) und der Hallstattzeit (500 v. Chr.) beginnt die lange und wechselvolle Geschichte des Dorfes, das heute etwa 1800 Einwohner zählt.

Dem Übergang der Handelsstraße Würzburg–Ochsenfurt–Nürnberg über den Breitbach verdankt Obernbreit seinen Ursprung und Namen (broite-brod = slaw. Furt). Als Lehenbesitz der Grafen von Castell 1258 erstmals urkundlich erwähnt, kam Obernbreit bereits 40 Jahre später an die Herren von Hohenlohe. 1448 erwarb der Markgraf von Ansbach die sechs Maindörfer (Obernbreit, Martinsheim, Gnodstadt, Oberickelsheim, Marktsteft und Sickershausen). Im 16. Jahrhundert teilten sich das Domstift zu Würzburg, die Herren von Seinsheim, von Seckendorf und von Wallenfels-Lichtenstein, die Schwarzenberger und die Markgrafen von Ansbach die Dorfherrschaft zu Obernbreit. Die markgräflichen Oberschultheißen zu Creglingen und zu Obernbreit (1607–1730) übten die Halsgerichtsbarkeit über die sechs Maindörfer aus.

Von der Macht und dem Reichtum der drei »großen« Dorfherrn zeugen noch heute das prächtige Renaissance-Rathaus (1610) und die prächtigen Amtshäuser des Domstifts, der Schwarzenberger und der Markgrafen von Ansbach. Sie waren der Sitz der Schultheiße, die, von der jeweiligen Herrschaft als Gerichtsherrn und Verwalter ihres Besitzes eingesetzt, bei den Ratssitzungen zu Obernbreit gemeinsam den Vorsitz führten. Im prächtigen Renaissancebau des Rathauses, am Platz verschiedener Vorgängerbauten unter Mitwirkung des Steinmetzes und Baumeisters Hans Kesenbrod aus Segnitz 1610 errichtet, sind heute die Gemeindeverwaltung, ein Informationszentrum, der Sitzungssaal und die Gemeindebücherei untergebracht. Der Bürgersaal bietet Platz für gesellige und kulturelle Veranstaltungen. Mit dem Umbau und der Renovierung des Rathauses im Jahre 2003 schuf sich die Gemeinde ein repräsentatives Zentrum.

Die 1731–1733 errichtete, barocke St. Burkardkirche überragt ein 38m hoher Turm mit Kuppel und Laterne. Die Dorfkirche prägt die Silhouette des Marktes Obernbreit und birgt in ihrem Innern sehenswerte Kunstwerke, u.a. eine Bonifatiusskulptur (ca. 1500), den Hochaltar (1662), die Moseskanzel (1696) und den Taufstein (1635). Die Marienkirche, ein moderner Bau des Würzburger Diözesanbaumeisters Hans Schädel mit einem Kreuzweg von Karl Clobes, ist ein gelungenes, sehenswertes Beispiel des Kirchenbaus nach dem 2. Weltkrieg. Idyllisch im Steinbachtal, inmitten des Friedhofes,  300m südlich des Dorfes liegt die 1301 erstmals urkundlich erwähnte Hl. Kreuzkapelle mit sehenswerten Epitaphien aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die Obernbreiter Judengemeinde errichtete zur Mitte des 18. Jahrhunderts eine Synagoge mit Mikwe (Ritualbad), die bis 1911 benutzt wurde. Seit 2005 wurden die Synagoge und Mikwe zu einem Ort des Erinnerns und Gedenkens umgestaltet und können nach Absprache besichtigt werden.

Infrastruktur

Wunderschön gelegen im Tal des Breitbachs bietet Obernbreit eine lebendige Dorfgemeinschaft und alles, was man zum Leben braucht: Einkaufsmöglichkeiten (u.a. Bäcker, Supermarkt, Möbel), Weinbau, Handwerk, Infrastruktur (Nähe Autobahn und Bahnhof), Gastronomie, Gesundheit (Arzt, Zahnarzt, Homöopathie, Naturheilkunde, Krankengymnastik), Bildung (alle Schularten und Volkshochschule in zwei Kilometer Entfernung), zahlreiche Vereine, Naherholung (Erholungsraum Pröschelwiese, Walking-Strecken, Wanderwege, Einbindung ins Radnetz des Landkreis) und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Wohnmobilstellplätze. Das Weinfest „Romantik und Wein“ am ersten Juliwochenende ist eines der stimmungsvollsten in Franken.

In den letzten Jahren hat Obernbreit sich flächenmäßig ausgedehnt. Kindergarten, Grund-, Mittel- und Realschule sowie ein Gymnasium können zu Fuß erreicht werden. Die Universität Würzburg ist 25 km entfernt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Sehenswert:

  • Rathaus
  • Synagoge
  • Kirche
  • Weinlehrpfad und „Kanzel“
  • Mehrgenerationenplatz „Pröschelwiese“

Symbolfigur:

Die Obernbreiter „Hucklkätz“

Hucklkätz ist die unterfränkische Bezeichnung für einen auf dem Rücken getragenen Weidenkorb. Frauen aus der ärmeren Bevölkerung sammelten darin an den schwer zugänglichen Stellen in der Flur Futter für ihr Kleinvieh und trugen es mühsam nach Hause. So wurde die Hucklkätz zu einem Symbol für harte Arbeit, die wenig einbrachte.

Da in Obernbreit besonders viele Frauen auf diese Weise das kärgliche Familieneinkommen aufbessern mussten, bekamen die Obernbreiter in den umliegenden Dörfern den Spitznamen „Hucklkätz“.

Kontakt

Markt Obernbreit
Marktbreiter Straße 6
97342 Obernbreit
Telefon: 09332-1403 (zu den Sprechzeiten)
Telefax: 09332-500689

Sprechzeiten:

Montag:          18.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch:        18.00 bis 19.00 Uhr
Freitag:           08.00 bis 09.00 Uhr
vgem@marktbreit.de
www.obernbreit.de

 

1. Bürgermeister: Bernhard Brückner

Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit, Marktstraße 4, 97340 Marktbreit

Telefon: 09332-405-0
Telefax: 09332-405-42
vgem@marktbreit.de
www.marktbreit.info


Kontaktdaten

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Hauptstraße 42
97199 Ochsenfurt

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