Markt Winterhausen

  
Lage

Winterhausen am Main, mit seinen 1.450 Einwohnern,  ist eine lebens- und liebenswerte Gemeinde im Landkreis Würzburg, umgeben von sonnenbeschienenen Weinbergen und Muschelkalkhängen, blüten- und früchtereichen Streuobstwiesen, lichten Mischwäldern und biotopgeschützten  Magerrasenflächen. Dieser wertvolle Naturraum und die attraktive Kulturlandschaft sind  reich an Lebensqualität - nicht nur für unsere Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für den Feriengast und den Kurzurlauber.

Das milde Klima des Maintals, der malerische Altort, erlebnisreiche Spazier- und Wanderwege, die Anbindung an das Radwegenetz des südlichen Maindreiecks sowie ein vielfältiges kulturelles Angebot in der Region machen Winterhausen auch für Touristen zu einem besonders attraktiven Anlaufpunkt. Nicht zu vergessen sind die kulinarischen Genüsse einer vielseitigen Gastronomie und die Vielfalt unserer unterfränkischen Weine und Edelbrände.

Winterhausen ist verkehrstechnisch gut angebunden und verfügt über einen Bahnhaltepunkt entlang der Strecke „Würzburg-Treuchtlingen. Die Züge verkehren grundsätzlich im Stundentakt.
 



Geschichte

Gräberfunde in der näheren Umgebung belegen, dass schon 2000 – 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung Menschen im Maintal lebten. Es waren wandernde Jäger und Hirten, die sich erst sehr viel später in Pfahlbauten am Wasser niederließen und von der Jagd und der Fischerei lebten. Die Doppelsiedlung Ahusen (= am Wasser gelegene Häuser / Siedlung), entstand während der Frankenansiedlung im Land um das Maintal um das Jahr 600. Die älteste Urkunde mit dem Namen Ahusen (aus dem Jahre 995 – 990) war ein Steinmonument, das bis zum Jahre 1544 im Kloster St. Burkhard zu Würzburg stand. Die am Main auf einem Hügel stehende Maurituskirche wurde um das Jahr 1300 gebaut und war Pfarrkirche bis das Pfarrecht am 08. März 1463 auf die Kapelle des hl. Nikolaus übertragen wurde, da die Mauritiuskirche hochwassergefährdet war und außerhalb der Ortsbefestigung lag. Die Nikolauskapelle wurde zwischen 1497 und 1573 zur heutigen Größe ausgebaut. Der daneben liegende Friedhof wurde erst am 08. September 1862 eingeweiht.

Zur besseren Unterscheidung der beiden, durch den Main getrennten, Ortsteile der Ansiedlung Ahusen wurden unterschiedliche Ortsbezeichnungen eingeführt, die auf die Verschiedenheit der Kirchenpatrone zurückzuführen sind. Links des Mains hatte man St. Nikolaus erwählt, dessen Gedenktag in den Winter fiel. So wird 1297 erstmals bekundet: “……. in villam Ahusen sancta Nycolai … .” Anno 1329 schreibt man bereits Winterahusen, aus dem unser heutiges Winterhausen wurde.

Das Kantorat,  im Jahre 1510 erbaut, bekam seinen heutigen Fachwerkaufbau im 17. Jahrhundert und diente bis ins 19. Jahrhundert Kantoren und Lehrern als Wohn- und Schulhaus. Es dient heute als Evangelisches Gemeindehaus.

1543 wurde Winterhausen reformiert, was im 30-jährigen Krieg zu schweren Bedrängnissen führte.

Das Rathaus wurde 1738/39 auf dem Grund des ehemaligen Rathauses, das wegen Baufälligkeit eingerissen worden war, neu aufgebaut. Über seinem Eingang befindet sich das Gräflich-Limpurgische Wappen, eingerahmt von den allegorischen Figuren der Gerechtigkeit und des Glaubens.

Winterhausen war von einer Stadtmauer umgeben, der ein tiefer Graben vorgelagert war.

Die Stadtmauer hatte 3 Tore (Küh-, Bux und Maintor), mehrere Wachtürme und einen Bürgerturm 1813 verlor der Markt­flecken sein mittelalterliches Aussehen. Der Ortsgraben und die Mauer wurden an die Anlieger verkauft und von diesen dann überbaut, aufgeschüttet oder in Gärten umgewandelt. Kleine Überreste der Mauer und des Grabens sind heute noch vorhanden.

Vom vielfältigen ortsansässigen Handwerk hat sich nur das Steinmetzgewerbe bis in unsere Zeit erhalten.

Noch im Jahre 1930 schickte Winterhausen zweimal wöchentlich Marktschiffe nach Würzburg und hielt selbst 3 Jahrmärkte ab. Der Ort hatte schon damals 1.068 Einwohner.

1897 wurde eine Brücke zwischen Sommerhausen und Winterhausen gebaut, die jedoch am 23.02.1945 bei einem Bombenangriff völlig zerstört wurde.

Am 22. Oktober 1971 wurde die neu erbaute Brücke zwischen Sommerhausen und Winterhausen dem Verkehr übergeben. Der romantische Fährbetrieb, der schon 1601in Chroniken erwähnt wird, wurde dadurch überflüssig und nach einer letzten fahnengeschmückten Fahrt eingestellt.

Seit dem 01. Mai 1978 ist Winterhausen in einer Verwaltungsgemeinschaft mit Eibelstadt, Sommerhausen und Frickenhausen, wodurch seine Eigenständigkeit gewährt bleibt.
 

Infrastruktur

  • Bäckerei
  • Lebensmittel- und Getränkemarkt
  • Hofladen
  • verschiedene Handwerksbetriebe
  • Bürgerhaus
  • Verkehrsanbindung Bahnhaltepunkt der Strecke Würzburg-Treuchtlichen
  • BAB-Anschlüsse an A 3 und A 7
  • Winterhausen hat aktive Vereine, deren Feste den Jahreslauf gestalten. Für Kinder und Jugendliche bieten die Vereine ein zahlreiches und attraktives Angebot.

Sehenswert

  • Rathaus
  • Kantorat
  • St.-Nikolaus-Kirche
  • Mehrgenerationenspielplatz am Main
  • Mondplatz
  • Mauritiusplatz mit ehemaligem Zollhaus und ehemaliger Kirche

Kontakt:

Rathausplatz 2
97286 Winterhausen
Telefon: 09333 - 214
Telefax: 09333 - 18 02
rathaus@winterhausen.de
www.winterhausen.de


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