Markt Frickenhausen a. Main


Lage

Dort wo der Main seine südlichste Schleife zieht, liegt das Denkmalstädtchen „Markt Frickenhausen“. Von gotischen Stadtmauern bewehrt, schmiegt sich einer der markantesten und reizvollsten Orte Mainfrankens an seine berühmten Weinberge, wie den „Kapellenberg“ und den „Markgraf Babenberg“.

Weiträumig und einladend das Ensemble der Hauptstraße: Architektonisch geprägt wird es von der aus verschiedenen Bauepochen stammenden Pfarrkirche St. Gallus und dem erst jüngst aufwendig restaurierten alten Rathaus aus der Renaissance. Eine Reihe von prächtigen Bürgerhäusern mit stolzen Fassaden – einige beherbergen ausgezeichnete heimische Gastronomie – vervollständigen das Bild unseres idyllischen Kleinods.
 



Geschichte

Im Jahre 903 stellte König Ludwig das Kind eine Urkunde aus, die den Übergang der Siedlung Frickenhausen aus dem Besitz der Babenberger an das Hochstift Würzburg dokumentiert. Da die Babenberger wiederholt in den Herrschaftsbereich des Bischofs von Würzburg eingefallen waren, geraubt und geplündert hatten, ist die Schenkung als Sühne und Entschädigung zu deuten. Dieses Adelsgeschlecht hatte vermutlich den Weinbau am Ort begründet und eine sogenannte Eigenkirche errichtet.
Die Bischöfe von Würzburg förderten Wein-, Ackerbau und Gewerbe und erhoben Frickenhausen zum bischöflichen Tafelgut. Die hohe Qualität des örtlichen Weines ist durch mehrere Äußerungen schriftlich belegt.
Als im Jahre 1406 Bischof Johann I. von Egloffstein die Schulden seines Vorgängers abbauen musste, verkaufte er Frickenhausen für 10 000 Gulden an sein Domkapitel. Das Domkapitel förderte in der Folgezeit den Ort. Während ihrer Herrschaft bis zum Jahre 1803 entstanden repräsentative Barockgebäude. Rathaus und Pfarrkirche wurden erweitert bzw. neu gebaut. Zahlreiche adlige und geistliche Grundherren von auswärts erwarben Weinberge und errichteten Wohnhäuser mit großen Weinkellern, wie die Geschlechterwappen in der Diele des Rathauses noch heute bezeugen.
Das Marktrecht erhielt Frickenhausen sehr früh, wie aus der Urkunde von 1406 hervorgeht. 1803 wurde das Hochstift Würzburg aufgelöst und Frickenhausen kam zum Kurfürstentum Bayern. Heute gehört die Gemeinde zum Regierungsbezirk Unterfranken und zum Landkreis Würzburg.
 

Infrastruktur

Die Gemeinde Frickenhausen bietet hervorragende Voraussetzungen, um hier wohnen und leben zu können. Der Kindergarten betreut Kinder ab 2 Jahre. Die Grundschule kann man fast schon als familiär bezeichnen. Es sind voll erschlossene Bauplätze in ausreichender Menge vorhanden. In der Bäckerei im Altort bekommt man auch Dinge des täglichen Lebens. Zusätzlich verfügt der Nachbarort Ochsenfurt über 7 Supermärkte. Er ist auch gleichzeitig wirtschaftlicher Mittelpunkt des südlichen Landkreises Würzburg. Allein hier existieren ca. 120 Einzel- und Mittelbetriebe sowie 150 Einzelhandelsgeschäfte.
Eine nachhaltige Industrieansiedlung in der Region, der sanfte Tourismus, Weinbau und Landwirtschaft sind die wirtschaftlichen Säulen unseres Marktes. Die kulturelle Szene in der Region und das nahe gelegene Würzburg unterstreichen die vielfältigen Möglichkeiten für den Ort. So bietet Frickenhausen seinen ca. 1250 Einwohnern, davon ca. 500 im Altort, vielfältige Möglichkeiten zum Leben und Arbeiten.
 

Sehenswertes

Frickenhausen bietet viele hervorragende Sehenswürdigkeiten. Gefördert durch die Herrschaft des Domkapitels zu Würzburg entstanden prächtige Bauten im Barock- und Fachwerkstil. Auch der Wein-und Ackerbau hat zum Wohlstand beigetragen. Die Patrizierhäuser präsentieren sich von ihrer schönsten Seite, da sich die Besitzer bis heute sehr um den Erhalt bemühten. Auch Rathaus und Kirche wurden in den letzten Jahren renoviert. Als besonderes Kleinod gilt der "Frickenhäuser Kreuzweg". Dieser ist zugleich Einstieg in die Wanderwege rund um Frickenhausen.
 

Symbolfigur

Die Babenberger waren einst nicht nur das mächtigste Geschlecht des früheren Bistums Würzburg, sondern auch lange Zeit die Herren von Frickenhausen. Die älteste schriftliche Benennung finden wir in einer Schenkungsurkunde (das Original befindet sich im Staatsarchiv Würzburg) von König Ludwig dem 4. - genannt “das Kind”, besiegelt am 9. Juli 903. Darin beendet er einen jahrelangen blutigen Kampf zwischen den Babenberger Markgrafensöhnen Adalhard, Heinrich und Adalbert und dem Bischof Rudolf von Würzburg aus dem Geschlecht der Konradiner. Nach dieser kriegerischen Auseinandersetzung - bekannt als “Babenberger Fehde” - wurden in einem königlichen Urteilsspruch alle Babenberger Güter für den königlichen Fiskus beschlagnahmt und dem Hochstift Würzburg als “immerwährender Besitz” übergeben. Vermutlich im 9. Jahrhundert brachten die Babenberger den Weinbau nach Frickenhausen und wir sind sehr stolz auf unsere einstigen Grundherren. Deshalb haben wir auch eine unserer Top-Weinlagen nach ihnen benannt. Bei vielen Feierlichkeiten, Festen, offiziellen Anlässen und Begegnungen im In- und Ausland repräsentiert unser Symbol “Markgraf Babenberg” (dargestellt von Peter Güttler) das historisch wunderschöne Frickenhausen am Main.
So erinnern wir sehr gerne an unsere Geschichte und zaubern hoffentlich ein Lächeln in ihr Gesicht beim Anblick vom “Markgraf Babenberg” - auch im Weinglas.
 

Kontakt

Markt Frickenhausen a. Main
Babenbergplatz 6
97252 Frickenhausen a. Main

Telefon: 09331-2726
Telefax: 09331-804531
verwaltung@frickenhausen-main.de
www.frickenhausen-main.de



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