Gemeinde Theilheim

 
Lage:

Theilheim ist eine urtümliche, fränkische Gemeinde und liegt abseits des verkehrsreichen Maintals (B 13) zwischen Biebelried und Randersacker. 1098 erstmals urkundlich erwähnt, ist Theilheim mit seinen 2.300 Einwohnern heute eine Randgemeinde 10 km südöstlich von Würzburg entfernt, die ihren dörflichen Charakter als Weinort beibehalten hat.
 



Geschichte:

Die Lage des Ortes spricht für eine frühe fränkische Gründung. Aus dem Ursprungsnamen "Daleheim" (von Tal oder Delle abgeleitet) wurde schließlich Theilheim.

Die erste urkundliche Erwähnung finden wir 1098 in den Analen des Stephansklosters in Würzburg. Seit 1270 etwa unterstand der Ort bis zur Säkularisation 1802 dem Domkapitel zu Würzburg. 1814 wird das Großherzogtum Würzburg und somit auch Theilheim dem Königreich Bayern einverleibt.

Die Landwirtschaft und der Weinbau bildeten die Existenzgrundlagen für die Bewohner. Zahlreiche Klöster besaßen Rebflächen und Äcker. Vorsteher des Ortes war ein Schultheiß, der seit 1720 die Bezeichnung Amtskeller führte, seit 1818 gibt es schließlich den Bürgermeister und ein Gemeinderatsgremium

Die Pfarrei Theilheim wurde 1465 als Filiale von Westheim auf Wunsch der Bewohner losgelöst und eigenständig. Der Ort war seit 1550 mit einer Dorfmauer geschützt, von der nur noch wenige Überreste vorhanden sind. Kirche, Rathaus und Schule bildeten Jahrhunderte eine geschlossene Wehranlage, die im Westen, Norden und Osten von einer hohen Umfassungsmauer umgeben war. Der Dreißigjährige Krieg ging an Theilheim nicht spurlos vorüber. Mehrmals wurden Teile des Ortes angezündet und von durchziehenden Horden geplündert.

1877 gründete Kilian Wallrapp die erste Raiffeisenbank bzw. Darlehenskasse in Theilheim. Es war auch die erste in ganz Bayern.

Not, Elend, Arbeitslosigkeit und Armut herrschte auch im Dorf während der beiden Weltkriege 1914 - 1918 (35 Gefallene und Vermisste) und 1939 - 1945 (über 80 Gefallene und Vermisste). Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl von 1085 auf 1400, nicht zuletzt wegen der zahlreich hier sesshaft gewordenen Heimatvertriebenen.
 

Infrastruktur:

In den zwei Bäckereien gibt es auch kleine Artikel des täglichen Bedarfes. Die medizinische Versorgung wird durch einen Hausarzt gewährleistet. Daneben stehen  zwei Banken in Theilheim.

Das Bildungs- und Betreuungsangebot umfasst in Theilheim neben dem Kindergarten die Grundschule mit Hort. Ferner bietet die Bücherei ein breites und gut sortiertes Spektrum an Medien an. Die weiterführenden Schulen befinden sich in der Nachbargemeinde Gerbrunn (Mittelschule) bzw. in Würzburg.

Gesellschaftlich, kulturell oder sportlich kann man sich bei über 20 Vereinen bzw. Abteilungen der Vereine integrieren.  

Besonders beliebt und bekannt ist das jährliche Weinfest oder die Kirchweih, zu der die einzelnen Vereine einladen. Bekannt ist die Theilheimer Weinlage „Theilheimer Altenberg“.
 

Sehenswert:

  • Werk von Tilman Riemenschneider in der Pfarrkirche St. Johannes: Grabstein des Kaplan Hemech um 1496.
  • Naturnahe Weinberge
  • Bauerngärten am Ortseingang

Kontakt:

Gemeinde Theilheim
Bachgasse 13
97288 Theilheim
Tel.: 09303/9069-6
Fax: 09303/9069-77

postmaster@theilheim.bayern.de

www.theilheim.de


Kontaktdaten

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